Bergzucker

Da war es wieder, das Zucken in den Oberschenkeln beim Anblick der Wettervorhersage für die Dolomiten.

Und auch noch Brückentag…

Am Montag zwar eine kleine Kaltfront mit etwas Schneefall, aber sonst würd's ja auch langweilig werden.

Kaum bin ich über dem Brenner zeigt sich strahlend blauer Himmel, so muss das sein!

Der Blick in die Gipfelregionen zieht mir aber dann doch die Augenbraunen an den Haaransatz.

Da oben ist alles weiß.

 

Als ich eine Stunde später aus dem Auto steige, röhrt noch ein Hirsch im nahen Wald.

In dem Moment hört sich das für mich an wie ein Buzzer.

Na Bravo!

Der angepeilte Biwakplatz liegt auf 2800m Seehöhe, und der Schweinhund gewinnt.

 

Ich reserviere einen Lagerplatz auf einer Hütte.

 

Das gibt zwar dann noch einen geselligen Abend mit einem sehr netten Schweizer E-Bike-Pärchen,

über die Nacht ohne Ohropax aber möchte ich mich hier gar nicht auslassen.

Aber wer denkt schon bei einem Overnighter im Kopf an Gehörschutz im Rucksack.

 

Der Anstieg am ersten Tag über den Steig, der zu meinem Biwakplatz führt hat es in sich, und ich bin ganz froh, nicht auch noch Schlafsack, Biwakzelt und Isomatte dabei zu haben.

Auf den Nadeln der Zirben liegt dick der Schnee, der gegen Mittag allenorts zu Boden fällt.

Die Sonne ist noch stark, der Pfad wird flacher und die Hochebene gibt eine gigantische Arena frei.

Die umliegenden Berge stehen da wie frisch bestäubter Guglhupf,

in der Senke ein schwarzer See - Bergzucker